USA Nord West

Teil 1 des Berichtes findet man hier...

USA's Nordwesten,

Die Weiterfahrt führte uns nun mehr nach Norden und weniger nach Osten. Über Steamboat Springs, dort durften wir eine Werkstätte für einen Ölwechsel am Duro umsonst benutzen, in die weiten Ebenen von Wyoming.

Wir konnten in Erfahrung bringen, dass der Yellowstone Nationalpark in dieser Zeit von Norden und Westen her zugänglich ist. Wir versuchten einen Anlauf über schöne Passtrassen von Osten her. Die Hinweisschilder über geschlossene Strassen haben wir schon gesehen. Eine weitere Information aus dem Internet über offene Nationalparkstrassen und die Missachtung hoher Passüberfahrten haben uns dann eine ausgedehnte Fehlfahrt beschert. Hier liegen im Winter grosse Schneemengen und die Strassen bleiben für Schneemobile offen. Eine Weiterfahrt mit unserem schweren Duro im doch schon recht weichen Schnee hielten wir für nicht angebracht. Also zurück zum Ausgangspunkt und in einem Bogen über Montana von Norden her zum Yellowstone Nationalpark. Noch ausserhalb des Park haben wir erste Bisonherden gesehen. Im Park, nahe dem Campingplatze, weideten neben den Bisons friedlich auch Hirsche das erst Frühlingsgras. Diese spührten wohl der nahende Schnee der nächsten Tage im Voraus. Wir konnten weitere wilde Tiere auf unserer Fahrt im Park entdecken. Eine Bisonherde mit einem Jungen Kalb, durch die Fernrohre einer Gruppe Tierliebhaber zwei Wölfe und an einem kleine See einen Rotfuchs. Zum Glück waren wir noch nicht in der Hauptsaison unterwegs, denn auch hier gibt’s im Sommer schnell mal einen Verkehrsstau wegen ein paar Tieren und Fahrzeugen die zum Fotografieren anhalten…

Nach etwas Schneefall in der Nacht waren die Bisons und Hirsche um den Campingplatz verschwunden. Auf dem Weg zum Bekannten Old Faithful Geysir sind uns dann durch den Park nur wenige Tiere begegnet. In den höheren Lagen waren die Tiere wegen des Schnees vom Winter noch nicht unterwegs. Old Faithful zeigte sich uns durch eine beeindruckende Wasserfontäne mit viel Dampf. Wir waren wie schön früher in Island von der Kraft aus dem Inneren der Erde sehr beeindruckt.

Ein kühler Wind, und keine offizielle Möglichkeit im Zentrum des Nationalparks zu übernachten, veranlasste uns zur Fahrt nach West Yellowstone. In diesem Ort wurde vor nicht allzu langer Zeit mit einer Eisenbahn der Tourismus zum ältesten Nationalpark der USA hingebracht. Heute lebt der Ort noch immer vom Tourismus, doch alle kommen mit Bus oder Auto und die Eisenbahnlinie ist schon lange nicht mehr vorhanden!

Wir waren mal wieder nach Westen, ja sogar Südwesten unterwegs. Im Staate Idaho, ganz im Westen zu Oregon, besuchten wir Verwandte von Simons Familie. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt im Craters of the Moon National Monument. In dieser durch Lava überdeckten Gegend besuchten wir ein paar Höhlen die durch erstarren von auskühlenden Lavaschichten während eines Vulkanausbruches entstanden sind. Diese Gegend erinnerte uns auch an die Reise nach Island im 2012. Schwarzer Sand und Staub und darin immer mal wieder eine paar wenige Pflanzen die der so unwirklichen Umgebung trotzen.

Um die Hauptstadt Boise in Idaho besuchten wir ein Fliegermuseum und mal wieder einen grossen Buchladen. Auf Sonntagabend durften wir bei den Verwandten in Fruitland zum Abendessen unsere Erlebnisse der vergangenen Reise erzählen.

Die folgenden Tage starteten wir jeweils früh morgens mit Bob einen Rundgang durch die Apfelplantagen und lehrten viel über die Entstehung und Entwicklung des Familienunternehmens seit der Gründung in 1943.
Herzlichen Dank für die interessante Zeit mit euch allen und die vielen Einladungen zum Essen! Die Apfelverpackungsanlagen sind zurzeit nicht in Betrieb. Die Bäume in voller Blüte und wir können uns vorstellen, ev. auf dem Rückweg aus Alaska nochmals vorbeizuschauen.
Euch allen viel Erfolg mit der kommenden Saison und diese Tage nicht zu viele Frostnächste, um nicht die Ventilatoren zur Luftzirkulation in den Plantage laufen lassen zu müssen.

Einmal mehr konnten wir durch diesen Besuch einen tieferen Einblicks in ein uns bis anhin unbekanntes Leben machen!

Da der Juni mit den langen Tagen in Alaska auch dieses Jahr kommen wird, waren wir denn auch bald wieder unterwegs. Man hat uns die Pazifikküste im Westen Oregons empfohlen und in Portland haben wir mal wieder etwas Geld in Taschen und sonstige Dinge investiert:-)

Die Cousins der Papageientaucher, die wir in Island besucht und auch gegessen haben, wollten wir an der Küste in Oregon besuchen. Wir haben erfahren, dass die „Tuffted Puffins“ auf dem „Heustockfelsen“ an der Küste im Frühling brüten. Der Heustockfelsen ist unverkennbar am Strand und viele Vögel, vor allem Möwen, kreisten über den begrünten Hügel. Wir konnten jedoch die Papageientaucher mit dem Fernglas entdecken und von ihrem Verwandten aus Island grüssen.

Hier in Oregon und später im Norden in Washington gibt’s Regenwald an der regnerischen Küste. Herrliche Moose in den Bäumen und auf dem Boden, riesige gewachsene Nadelbäume und Holzindustrie. Auch wir erlebten die bekannten Regentage und immer mal wieder Sonnenschein. Kleine verschlafend wirkende Küstenorte mit Fischfangbetrieben und immer wieder grosse Lastwagen zum Holztransport. Ganze Baumstämme, zerkleinerte Holzfasern oder dann verarbeitete Holzprodukte wie Bretter, Balken und Sperrholzplatten.

Per Zufall hielten wir in der Ortschaft Forks. Den Liebhabern der Serie „Twilight“ aus Büchern und dem Kino ein Begriff, uns bis dahin noch nicht. Die Bücher handeln aus dieser Ortschaft und seit dem Erscheinen dieser Geschichten hat sich die Besucherzahl in der Gegend vervielfacht:-).

Wir waren einfach nur auf der Durchreise und haben uns das Museum zur Holzfällergeschichte angeschaut und durch den Regenwald um die Halbinsel nach Seattle bewegt.
Wir näherten uns von Westen mit einer Fähre der Stadt Seattle und haben uns nach kurzem Aufenthalt dann nach Norden Richtung Grenze zu Kanada aufgemacht. Wir wurden von einer irischen Familie durch unsere Webseite kontaktiert. Sie haben uns entdeckt und starten im September mit der ganzen Familie eine Reise über Südamerika zurück nach Irland.

Wir dürfen auf Ihrem Parkplatz parkieren und geben gerne eine paar Tipps zur Reise nach Süden weiter. Wir geniessen die Zeit mal wieder stationär zu sein, etwas am Leben ohne Reise teilzuhaben, Geschichten zu erzählen und neugierige Fragen aller zu beantworten.

Herzlichen Dank für die Einladung, die Möglichkeiten und Gastfreundschaft. Schon jetzt viel Spass und Abenteuer auf eurer Reise mit Umweg nach Irland!

Wir dürften bald wieder unterwegs sein und ein nächstes Land unserer Reise besuchen. Kanada, wir sind in den Startlöchern. Neuigkeiten gibt’s dann in Kürze.

Liebe Grüsse aus dem Nordwesten der USA.