Canada Brisco bis USA Nashville

Zurück in den USA im Spätsommer 2014

Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, den Glacier Nationalpark in den USA zu besuchen. Leider waren wir für die Hauptroute (die spektakuläre Strasse quer durch den Nationalpark) zu gross. Der Duro durfte nicht durch die Tunnels fahren, leider. Wir genossen jedoch weitere Strassen im Park und umkreisten diesen im Süden um von Westen her auch in den Park hineinzufahren. Dies war ein weiterer sehr schöner Nationalpark und wir genossen ein paar schöne Spazierstunden in diesem Park. Auch sind in diesem Park noch viele tolle, im Schuss gehaltene Busse aus früheren Jahren unterwegs. Diesen wurde die Karosserie auf neue Fahrwerke umgebaut.

Wir entschlossen uns den Yellowstone Nationalpark ein zweites Mal auf dieser Reise zu besuchen. Beim letzten Besuch im April konnten wir nur einen kleinen Teil besuchen, weil noch viel Schnee lag. Diesmal durften wir weitere Bereiche des Parks besuchen und erfreuten uns ab weiterer Bison Beobachtungen und das Spektakel des so genannten Old Faithfull Geysirs. Wir trafen auf neue Reisende und auch ein weiteres Mal auf ein Reisepaar aus München, welches wir in Alaska schon getroffen hatten.

Wir fuhren auf einer für uns neuen Route nach Westen aus dem Yellow Nationalpark heraus. In Wyoming trafen wir auf ein tolles Buffalo Bill Museum. Dies zeigte uns Einblick in ein grosses Geschäft der Unterhaltung und wie dem „Wilde Westen“ früher seine Mystik erhalten hat. Noch heute wird der Western-Lebensstil gelebt und wir konnten an einem tollen Rodeo staunen, was die professionellen Cowboys heute tolles leisten und welche Risiken sie dafür in Kauf nehmen.

Der Abend am Rodeo hat uns gefallen und die Nacht danach haben wir unspektakulär auf einem Parkplatz eines grossen Detaillisten „verbracht“. Wir fuhren zum nächsten Morgen zurück ins Buffalo Bill Museum, denn wir wollten uns die Präsentation weiterer Vögel, die in der Vogelabteilung gezeigt werden, nicht entgehen lassen. So konnten wir noch weitere Vögel, welche wir nicht schon tags zuvor kennen lernen durften, bewundern. Diese wurden dem interessierten Publikum präsentiert und erklärt, welche deren Spezialitäten sind, und warum sie nun in der Vogelabteilung des Museums leben. Alle diese Vögel sind entweder bei Unfällen verletzt worden, oder haben ihre Eltern verloren, und könnten auf sich alleine gestellt nicht mehr in der Natur überleben. Wir haben weitere interessante Details über grossartige Vögel erfahren! Wir sind nun sogar mit einigen dieser Tiere in Facebook befreundet:-)

Wir waren generell nach Osten unterwegs. In Kürze war ein Besuch des berühmten Steinbildhauermonumentes mit den vier früheren Präsidenten der USA geplant. Auf dem Weg dorthin liessen wir uns einen Besuch des so genannten Devils Towers nicht entgehen. Dieser Felsmonolith ragt aus der Ebene wie ein Turm. Noch heute pilgern viele Besucher zu diesem speziellen Monument. Es wird von früheren Siedlern noch heute verehrt und auch zum Sportklettern kommen viele zu Besuch.

Kurz darauf bestaunten wir mit vielen weiteren Besuchern den Mount Rushmore. Dieses bekannte Steinbildhauer Kunstwerk mit vier Präsidentenportraits der USA. Hier wurde in ausdauernder Handarbeit am Felsen ein schönes Kunstwerk geschaffen. Nicht ganz so weit fertig gestellt wie zuerst geplant, doch auch das jetzige Werk kann sich sehen lassen. Es ist ein patriotischer Ort in einer wunderschönen Felsregion in den Black Hills.

Wir tourten die Umgebung des Kunstwerkes noch ein wenig und erfreuten uns ab vieler Kurven und schöner Aussichten.

Wir waren unterwegs zu Verwandten von Simon, die in Colorado leben. Auf dem Weg dorthin erfreuten wir uns im Rocky Mountain Nationalpark ab Höhen kurz unter 4000m über Meer. Der Duro knurrte mal wieder etwas und wir gingen die Spaziergänge schön langsam an:-).
Leider waren die Spuren eines Hochwassers aus dem September 2013 noch vielerorts zu sehen. Eine schmale Strasse war noch nicht wieder für den Verkehr freigegeben. Vielleicht werden in Zukunft nun einige Häuser nicht mehr so nahe an die Wasserläufe gebaut!?

Wir genossen einen Nationalpark, von dem wir noch nicht vor dieser Reise gehört hatten. Hohe Berge mal wieder, und weite Aussichten. Etwas südlich vom Nationalpark durften wir Verwandte treffen. Simon war vor vierzehn Jahren schon mal da auf Besuch. Das Wiedersehen war gross. Wir wurden mal wieder zu Abendessen eingeladen und verbrachten eine abwechslungsreiche Zeit. Wir übernachteten bei Burton vor dem Haus, das gerade mal 3000m über Meer liegt, vor dem Haus gibt’s einen kleinen See. Diesen haben wir dann auch mal mit schwimmenden Golfbällen beschossen. Haben uns mit ein paar Fahrzeugsachverständigen über mögliche Beschwerden unseres Duro unterhalten und sogar einmal richtige, fliegende Tontauben beschossen:-).
Herzlichen Dank allen Henggelers aus Colorado Springs für die tollen Tage!

Wir befanden uns ja auf dem allgemeinen Weg nach Osten. Durch den Staat Kansas kamen wir recht zügig voran, doch dieser ist ja auch breit von West nach Ost. Im Osten kamen wir an Haltestellen des nur 18Monate aktiven Pony Express, einem Reiterkurierdienst, vorbei. Alte Pferdewechselstellen und Gasthäuser, nicht nur für die schnellen Reiter, sondern auch die Siedler aus Europa, die sich nach Westen bewegten. Diese Geschichte der Besiedlung der USA ist uns schon früher dieses Jahr begegnet und wird uns bis an die Ostküste immer wieder begleiten.

Wir waren auf dem Weg in einen weiteren Staat, Missouri, in dem wir uns mit weiteren Verwandten verabredet haben. Wieder bei Henggelers, Verwandten Simon’s mütterlicher seits. Diese haben uns in der Schweiz auch schon besucht, und wir waren nicht das erste Mal in der Umgebung von Maryville. Wir wurden zu vielen Essen und Treffen eingeladen. Haben viele sehr nette Leute kennen gelernt und wieder viel über das Leben und die Geschichte in der Region erfahren.

Ein Besuch mit Leroy in den Amish Siedlungen hat uns ausserordentlich gefallen. Wir haben uns mit den sehr freundlichen Personen auch auf Schweizerdeutsch unterhalten. Haben uns über deren Ausdruck für Pferd, „Der Gaul“, amüsiert. Uns wurde eine tolle Schafmelkerei gezeigt, die ihre Milch in einem Eiswasserbecken kühlt und ein Rührsystem mit Wasserantrieb betreibt. Keinen elektrischen Strom für die Antriebe und Pferdefuhrwerke beherrschen den Alltag. Wir durften uns auch noch kurz über eine mögliche Ursache einer Überhitzung eines Dieselmotors unterhalten. Dieser wird für den Antrieb eines Sägewerkes benutzt, und macht Probleme. Ein Auftrag für eine Pallettenproduktion musste noch erledigt werden.

Wir haben uns sehr gefreut, mit unserem Begleiter mehr von dieser Lebensform zu erfahren! Ein Besuch in zwei Abteien der Region hat uns auch sehr gefallen. Dort werden herrliche Stickkünste aufbewahrt und die Geschichte der Region ist hier fühlbar. Auch waren es Schweizer Geistliche, die hier bei der Gründung mithalfen und das Frauenkloster ist mit dem Kloster Maria Rickenbach, nahe unserem Wohnort in der Schweiz, sehr eng verbunden.

Wir haben viel gelacht, diskutiert und erfahren! Haben uns sehr wohl gefühlt und auch an unserem Duro einen Ölwechsel machen dürfen. Die Tage vergingen wie im Flug. Bald nach unserem Besuch begaben sich auch fast vierzig Verwandte Simons an ein grosses Henggelertreffen in die Schweiz.

Die Weiterfahrt führte uns nach Südosten über St. Louis, dem Tor zum Westen. Der „Gatewayarch to the West“, ein Bauwerk am Mississippi wurde für den Entdeckergeist der USA erbaut. Wir haben uns die Fahrt nach oben in den Bogen, weit über dem Grund gegönnt und die Aussicht in die grosse Stadt genossen.

Wir waren dann unterwegs nach Nashville, um einen Artisten zu besuchen. Mitch Gallagher, ein Enkel von Judy und Leroy Henggeler, ist auf dem Weg sich in der grossen Welt der Country-Musik einen Namen zu machen. Mitch hat uns über seinen Traum erzählt und unsere vielen Fragen beantwortet. Wir wünschen Mitch weiterhin sehr viel Erfolg bei seinem Ziel!

Auf unserem „Heimweg“ waren wir noch weiter nach Südwesten unterwegs. Ein Besuch des „Mammoth caves Nationalpark“ lag an unserer Route zu den „Great Smoky Mountains“. Wieder tolle Natur und dann in den Bergen herrliche Weitsichten. Wir freuten uns ab der ersten Herbstfarben in höheren Lagen und die wie in Theater hintereinander aufgestellten Kulissen.

Mehr dazu dann im nächsten Bericht. Der dann definitiv nach Nordosten zum Ende der Reise auf Nordamerika führt.