Buenos Aires Teil 1

Buenos Aires

Ein Schuttlebus bringt uns für relativ wenig Geld zum Flughafen in Rio. Wir sind früh dran und können unser Gepäck abgeben. Die Befürchtungen, unser Handgepäck könnte als zu schwer betrachtet werden, haben sich nicht bewahrheitet.
Der Flieger war voll besetzt und hat uns in einem angenehmen Flug nach Buenos Aires gebracht. Wir wurden am nationalen Flughafen auf argentinischen Boden gelassen. Der Taxifahrer hat uns angesehen, dass wir das erste Mal hier sind, und denn auch eine etwas ausgedehntere Fahrt zu unserem Apartment gemacht. Ja der muss ja auch gelebt haben und vermutlich eine grosse Familie durchbringen.
Wir haben uns für die nächsten paar Wochen im Internet ein Apartment im Stadtviertel Palermo Hollywood gemietet. Die Übergabe der Schlüssel ist schnell vollbracht und wir können ein erstes Mal wichtige Einkäufe erledigen. Es ist warm wie eben im Sommer! Die Strassen leider mit vielen Hundehäufchen geschmückt. Das Quartier wurde uns empfohlen und ist für eine Zeit hier eine tolle Lösung. Im nahen Umkreis gibt’s Einkaufsmöglichkeiten und auch viele Restaurants.

Am Dienstag, pünktlich um 10.00h, treffen wir das erste Mal Camila, unsere Spanischlehrerin für die kommenden Wochen. Sie gibt sich sichtlich Mühe uns von Anfang an nur in Spanisch zu instruieren, und wir haben sichtlich Mühe, Sie zu verstehen!:-) So haben wir ab nun jeweils vormittags 2 Lektionen Spanisch massgeschneidert nach unseren Bedürfnissen.
Begleitet wird der ganze Tag von Geräuschen der Baustelle gleich nebenan. Pünktlich um 7.00h morgens werden die ersten Hämmer bewegt. Teilweise warten wir nur darauf, dass gleich einer durch ein kleines Loch in unser Wohnzimmer schaut. So sind wir denn auch nie zu spät für den Unterricht mit diesem Wecker.
Das erste Wochenende verbringen wir touristisch integriert mit einem 2-Tages-Openair-Busticket. Es gibt 2 Buslinien die uns mit Informationen aus Kopfhörern zu den vorbeiziehenden Sehenswürdigkeiten begleiten. Die Sprache „Deutsch“ funktioniert in keinem der Busse, so dass wir uns in Englisch etwas üben. Bei diversen Stops schauen wir uns Sehenswürdigkeiten genauer an und gönnen uns auch mal was zu trinken und zu essen. Die Stadt ist uns freundlich gestimmt und wir können am Sonntag ganz ausgiebig den bekannten „Friedhof de la Recoleta“ anschauen. Mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten finden da Ihre letzte Ruhe. Die Form und Art dieser Ruhestätten ist ganz unterschiedlich und hat uns sehr gefallen. Eine Entdeckung wie wir sie uns nicht gewohnt sind. Nach weiteren Spaziergängen und Bustourabschnitten sind wir am Sonntagabend wieder müde zuhause zurück.
Pünktlich, für uns irgendwie nicht erwartet hier im Süden Amerikas, beginnen die Betonarbeiten um 7.00h den nächsten Montagmorgen. Camila hat auch ein tolles Wochenende verbracht und weiss uns noch weitere Spanischwörter beizubringen. Wir haben den Nachmittag jeweils für die Hausaufgaben und weitere Besorgungen in der Stadt. Meist bleiben wir nach Mittag etwas länger in der schön gekühlten Wohnung um dann abends bei lauschiger Temperatur in den Strassen unterwegs zu sein. Noch schlagen wir uns mehr schlecht als recht durch, können eigentlich alles besorgen was wir wünschen. Doch auch sind wir uns einig, dass es noch gar nicht nach Spanisch tönt!
Auch dürfen wir uns zuerst wieder an einfache Gesetze, wie den Pass für den Geldwechsel mitzubringen, gewöhnen. Haben wir doch hier und dort elektronische Kopien vieler Dokumente, doch an diese dann auch ranzukommen wenn man sie wünscht, ist eine andere Geschichte.
Die Zeit zieht auch hier weiter und ab und zu mache ich mir (Simon) Gedanken, wann wohl endlich unser Duro in Hamburg auf ein Schiff kommt und ob er dann überhaupt hier unten einigermassen komplett ankommt. Was da nicht alles noch schiefgehen könnte… Da es doch andere vor uns auch hingekriegt haben, und wir sicher nicht am meisten bestraft werden, freuen wir uns täglich mehr auf unser Gefährt. Heute, am Freitag 8. Februar, soll der Duro in Hamburg in See stechen und dann gute 4 Wochen später in Zárate eintreffen! Wir wünschen der Crew auf der Grande Cameroon von Grimaldi und dem Duro eine kurzweilige Überfahrt.
Für dieses Wochenende haben wir uns vorgenommen, neben vielen Hausaufgaben:-), ein Experiment mit Bus- und U-Bahnfahren zu wagen. Es gibt da ein paar spezielle Lösungen hier in der Stadt. Mal schauen was wir da hinkriegen werden. Vielleicht schauen wir uns auch ein paar Tangostrassenshows an.
Wir wünschen allen zuhause eine tolle Fasnachtszeit und einen schönen Winter.

PS: Einen Doktor haben wir hier in Argentinien noch keinen besucht. Angelika hat sich als Krankenschwester an den 2-Häften an Simon’s Kopf gut bewährt. Auch gestorben ist niemand und Schmerz gab’s fast keinen. (Es gab keinen Schmerz, denn Mann hat’s gar nicht bemerkt, dass die Fäden gezogen werden....)
Hasta luege Amigos