Cusco Peru nach Cuenca Ecuador

Der Abschied von den liebgewonnenen Reisenden in Cusco fiel uns nicht einfach. Es besteht jedoch Hoffnung, dass wir uns unterwegs wieder begegnen werden. Mehr oder weniger geplant. Doch die Route ist ja ähnlich.

Die Tanks sind gefüllt und wir unterwegs vom Camping in die Stadt. Da, zwei Motorradfahrende Polizisten möchten gerne mit uns Schwatzen. Die Papiere sind schnell durchgesehen und sie wünschen uns gute Weiterfahrt. Es kam uns mal wieder vor, dass je mehr Papiere wir aushändigen, umso weniger gelesen wird, und wir dann besser vorankommen:-)

Wir fahren auf der sehr gut ausgebauten Stecke 3S aus Cusco Richtung Nazca. Zum Glück, haben wir die Zeit im Camping in Cusco mit Verabschieden verbracht, denn wir müssen an einer Strassenbaustelle stoppen und warten nur 45min. Da wird locker mal für drei Stunden die Strasse komplett gesperrt. Dies führt jedoch auch dazu, dass die Schlange, wenn sie denn mal wieder in Bewegung ist, ungeduldig wird. Wir werden mal wieder waghalsig überholt. Ein junger Lastwagenfahrer, seine Materialien auf dem Anhänger natürlich nicht festgemacht, fordert mich dann heraus. In einer Steigung fahre ich ihm hinten auf ein Seil, das er hinter sich her schleift. Ich hupe dann wie es alle anderen auch immer machen und hoffe nun, dass er sein Material nun ordentlich festmacht. Kurze Zeit später hat er uns dann wieder eingeholt und natürlich ist die Ladung wieder kurz vor dem Herunterfallen. Mich erstaunt, dass hier nicht mehr passiert!

Wir finden unten an einem Fluss einen schönen Übernachtungsplatz bei einem öffentlichen Bad. Die Strecke führt uns mit vielen Kurven nochmals auf Höhen über 4300müM. Wir merken mal wieder, dass eine Papierkarte vorsichtig studiert werden muss:-)

Die bekannten Nazca Linien besuchen wir auf der Fahrt nach Norden. Wir begnügen uns mit einer Sichtung von einem Hügel und einem Aussichtsturm. Es hat uns irgendwie zu viel Blech in der Luft:-) Die Kunstwerke über weite Distanzen sind toll anzusehen. Auch das Museum über die Arbeiten von Maria Reiche, welche die Linien vermessen und geschützt hat, gefällt uns. Schön hergerichtet und mit einem alten VW-Bus im Garten.

Es soll in Ica besonders schöne und hohe Dünen geben. Diese werden mit Buggies befahren. Unser Duro fällt trotz der toll gebauten Buggies auf! Wir begnügen uns mit etwas Dünenspazieren und verbringen die Nacht im sehr touristisch orientierten Huacachina. Ich, Simon, möchte tags darauf einer Route folgen, die wir von anderen Reisenden erhalten haben. Diese führt uns über verlassene, zum Teil recht weiche Sandpiste an die Pazifikküste. Wir kommen nur langsam voran und hoffen, dass wir nicht stecken bleiben uns dann lange auf Hilfe warten müssen. Es staubt auch gewaltig und es bläst mal wieder ein starker Wind. Doch die Aussicht an der Küste und mal wieder ein toller, abgelegener Schlafplatz direkt am Meer sind das Risiko wert!

Die nächste Etappe führt uns der Küste entlang nach Norden bis Lima. Wir haben auch hier mitten in der Stadt, im sehr aufgeräumten und fast schon noblen Quartier Miraflores eine Adresse. Das B&B Hitchhikers „beglücken“ wir mit unserem Besuch. Wir können uns mit den anderen Reisenden absprechen und den Innenhof optimiert zu parkieren. Wir treffen auf neue Reisende und „alte“ Bekannte. Der Austausch ist fröhlich und interessant. Auf einem Spaziergang zur Steilküste treffen wir Gerfried, ein junger Österreicher, wieder. Dieses Wiedersehen ist grossartig und wir geniessen einen tollen gemeinsamen Abend in einem Restaurant.

Am nächsten Tag, es ist ein Montag, lassen wir uns von einem Taxi ins Stadtzentrum von Lima fahren. Hier gibt’s einen tollen Platz, Regierungsgebäude und einen Markt, in dem es mal wieder zu und her geht wie in einem Bienenhaus, das in höchster Arbeitswut fast schon durchgeschüttelt wird. Hier werden Waren gehandelt und von Männern mit Handkarren transportiert. Die Packkünste sind hier grossartig und mir scheint sogar sicherer als auf manch grossem Lastwagen auf den Strassen.

Die Weiterfahrt aus Lima ist relativ kurz. Wir beschliessen spontan im Reserva Nacional de Lachay zu übernachten. Hier, nahe der Küste oben auf Hügeln, befindet sich eine Staulage, die die Meeresfeuchtigkeit auf ihrem Weg ins Landesinnere stoppt. Die Hügel sind mit einzigartigen Pflanzen und Blumen, wir sind leider noch etwas früh dran für die Blütenpracht, bewachsen. Leider können wir auf einem kurzen Spaziergang auf einen Aussichtsberg nur Vögel beobachten. Füchse und andere Wildtiere bleiben uns an diesem Tag verborgen:-)

Weiter nach Norden, an der Küste ist der Nebel über allem, beschliessen wir ins Landesinnere durch die Cordillera Blanca zu fahren. Wir sind leider auch hier im Nationalpark Huascarán vor der Zeit der grossen Blütenpracht unterwegs. Schlafen jedoch zur Abwechslung mal wieder auf 4100müM. und sind froh, in einer warmen Kabine leben zu dürfen.

Rundherum sind wieder hohe Berge und Vulkane. Wir geniessen die schöne Landschaft und fahren kurzentschlossen durchs „Canyon de Pato“. Diese Schlucht wartet mit enger Strasse, viel Staub und noch mehr einspurige und nicht beleuchtete Tunnels auf. Immer mal wieder dürfen wir bergaufwärts fahrenden Einheimischen Vorfahrt lassen. Ja, hier hat uns die Karte eine schöne Asphaltstrasse vorgegaukelt:-) Doch alles ist gut gegangen und wir nächtigen in einer Sandwüste etwas neben der Panamericana nach Norden. Wir folgen einer Spur und sind bald genug weit ab der Strasse und mitten im Sand:-)

Nun stellte sich uns die Frage, ob wir eher der Küste folgend nach Norden, oder aber, wir haben einen Reisebericht, einen kleinen Grenzübergang ganz im Süden Ecuadors befahren sollen. Wir beschliessen uns auch wegen der Möglichkeit, die Festungsanlage Kuélap zu besuchen, zu diesem Abstecher weg von der Küste.

Wir haben mal wieder Glück, und müssen nur zwei Stunden an einer Baustelle warten:-) Ein paar gewundrigen Einheimischen dürfen wir unser Fahrzeug erklären und Fragen beantworten zu unserer Reise. Wir versuchen an diesem Samstag noch durch die Baustelle zu kommen, denn sonst hängen wir tags darauf womöglich fest.

Der Sonntag spielt jedoch für uns und wir können trotz Tafeln, die uns sagen, dass hier auf sonntags gearbeitet wird, über eine neu asphaltierte Strasse fahren. Diese Strasse ist typischerweise mal wieder spektakulär an die Berge gelegt und zu unserem Glück wenig befahren. Es geht halt einfach den steilen Flanken entlang in einem relativ flanken Gefälle rauf und runter. Das macht die Strasse einfach länger!

Wir besuchen unterwegs ein Museum mit Mumienfunden von der Lagune „Los Condores“. In diesem sehr schön gemachten Museum bestaunen wir Handwerkskunst schaurige, in einem klimatisierten Raum gelagerte Mumien. Diese wurden an der Lagune, eine Tageswanderung vom Museum entfernt, gefunden und hier nun studiert und ausgestellt.

Auf der Karte mal wieder nur um die Ecke, beschliessen wir gleich noch „schnell“ nach Kuélap zu fahren. Die Piste ist mal wieder typisch angelegt und holprig. Wir ziehen unsere Idee durch und fahren in die Dunkelheit mit unserem GPS-Gerät. Ein Besucherzentrum ist kurz vor der Eröffnung und wir können auf einem ebenen Platz parkieren und uns für zwei Nächte einrichten.

Die Festung, sie wurde vermutlich vor der Inkazeit errichtet, können wir zu Fuss erreichen. Eine Hundedame begleitet uns als stumme Führerin. Es gibt hier nur die Möglichkeit durch drei sich nach oben verengende Schlitze, auf die Festung zu gelangen. Diese Mauern sind noch recht gut erhalten, überwachsen jedoch in dieser Gegen schnell durch Bäume und Gestrüpp und müssen, wie auch in Machu Picchu weggeräumt werden. Wir geniessen die tolle Aussicht und danach unten beim Duro einen „Service-Tag“. Simon wechselt mal wieder die Position der Reifen um das Profil gleichmässig ablaufen zu lassen:-)

Kuélap ist unserer Meinung nach mit Machu Picchu vergleichbar. Nicht so gross, primär eine Festungsanlage und gut erhalten. Die Anfahrt soll in Zukunft durch ein Seilbahnprojekt vereinfacht werden. Wie lange dieses Projekt jedoch noch in Planung ist, können wir schlecht beurteilen.

Die Strasse nach Kuélap ist jedoch sehr ausgesetzt und wird oft durch Regenfälle verschüttet. Ein vereinfachtes Hinkommen würde sicher mehr Besucher hinbringen. Wir mögen den Tourführern dies auf jeden Fall gönnen.

Wir kommen dem Grenzübergang nach Ecuador immer näher, kommen auch in tiefere Lagen und merken die tropisch drückende Hitze. Auch hier mal wieder Baustellen und wir nutzen an der zweiten „Zwangspause“ die Zeit und waschen unseren dreckigen Duro am Fluss. Wir, und sichtlich auch unser Reisegefährt, freuen sich über die Sauberkeit!

Kurz vor der Grenze haben wir eine Möglichkeit im Garten eines Hotel zu übernachten. Die Engländerin, die das Hotel führt, freute sich über unseren Besuch. Es kämen in letzte Zeit wenige Fahrzeug und Touristen durch, weil die Strasse im Ausbau sei. Sie hofft auf baldige Fertigstellung und wieder mehr Gäste.

Der Grenzübertritt ist mal wieder ein etwas längeres Thema. Ausreise ist kein Problem. In Ecuador haben wir auch schnell unsere Stempel in den Pässen. Die temporäre Einfuhr für Duro zieht sich dann in die Länge. Die Daten wären ja noch zügig im Computer erfasst, doch bis dann eine Person am Telefon dem netten Beamten (er war unserer Meinung zu nett) endlich eine Laufnummer aus dem System durchgibt, vergeht viel Zeit. Er muss dann auch noch alles unsere Angaben über’s Telefon durchbuchstabieren! Wir sind sicher, dass sich da einige Fehler eingeschlichen haben. Doch Endlich haben wir unser Papier und werden gleich ohne weitere Kontrolle weiter geschickt.

Es ist eine steile schmale Strecke rauf in die Berge. Eine Militärkontrolle unterwegs will auch noch dies und das wissen, doch wir kommen voran. In der Ortschaft Zumba soll tagsdarauf der Ecuadorianische Präsident zu Besuch kommen! Uns fällt dies aber noch nicht optisch auf. Beim Tanken in der Ortschaft wünschen wir zuerst für 50 US-Dollar zu tanken. Dies gehe heute nicht, nur 20 Dollar.
Besser als gar nichts. Ich halte den Zapfhahn in den Einfüllstutzen und je näher wir den 20 Dollar kommen, darf ich auf einmal für 30 tanken. Kurz vor 30 dann doch 40! Es hat viel Personal und Bewacher da auf der Stelle. Uns soll’s recht sein. Für 40 Dollar haben wir dann fast 150Liter Diesel tanken können! Wir werden dann bei der Ausreise aus Ecuador aber sicher mit vollen Tanks unterwegs sein :-).

Der Präsidentenbesuch geht ohne uns tags darauf über die Bühne. Wir fahren nach Norden und begegnen nun vielen offiziellen Fahrzeugen. Ein Fahrzeugschlange, mit Polizei vorab, ein paar mit verdunkelten Scheiben offiziell aussehende Fahrzeuge, Krankenwagen und Militärfahrzeug hinten nach, dürfte jemand Wichtiger mit dabei haben. Später dann noch Fernseh-Sendewagen und weitere, zum Teil gelangweilte Gesichter begegnen uns auf der Fahrt über ein weiteres Strassenbauprojekt. Hier wird in eine zweispurige Strasse mit Beton oder Asphaltbelag investiert und der Präsident schaut sich das an!

Unterwegs verbringen wir eine Nacht in einem abgeschlossenen Park neben der Kirche in Valladolid. Wir kommen gut voran und beschliessen im irgendwie Alt-Hippie angehauchten Ort Vilcabamba in einem schönen Hostal zwei Nächte zu bleiben. Der Ort ist von vielen Alt-Hippies aus Nordamerika bewohnt und lässt uns schmunzeln.
Auf einer abenteuerlichen Fahrradtour, einer Wasserleitung entlang, fahren wir unsere Mountainbikereifen platt. Der einzig mitgebrachte Ersatzschlauch hilft bei je Rad ca. 5 Löchern nicht weit…:-) Angelikas Rad ist noch gut im Schuss. Simon’s dann jeweils nach einer Pumporgie jeden Kilometer auch:-) Wir kommen in der Ortschaft etwas später an als gedacht und lassen uns dann auf einem Pickup zum Hostal rauf fahren. Ja Dornen und Fahrradreifen mögen sich nicht richtig gut!

Am Tag der Ankunft, wir haben uns die Ortschaft etwas angeschaut mit dem Duro, gibt es eine erste schlechte technische Nachricht. Das Kühlwasser überhitzt und wir können mit Nachfüllen zum Hostal fahren.
Als wir uns dann nach zwei Nächten wieder auf den Weg machen, wird das System überprüft und eine Luftblase zum Heizelement im Armaturenbrett als Ursache vermutet.

Hier etwas entlüftet, da etwas Wasser nachgefüllt und nichts weiter gedacht. Wir fahren nach Norden in den tollen Nationalpark Podocarpus und treffen, wir haben im Internet ihre Position gesehen, auf die Reisenden aus Irland, Claire und Jan. Sie sind mit ihrem etwas grösseren MAN KAT 1 6x6 nicht zum Refugio hochgefahren, weil die Strasse etwas eng und unterspült war. Wir unterhalten uns kurz und verabreden uns weiter nördlich in Cuenca gemeinsam auf einem Campingplatz zu parkieren.

Angelika und ich verbringen zwei Nächste im Park. Machen tagsüber eine recht intensive Wanderung druch den tollen Wald. Wir haben einen Holländer getroffen und uns mit ihm auf den Weg gemacht. Nichts weiter gedacht und uns halt die intensive Tour, meist im Nebel oder Regen, gegönnt. Ohne uns gegenseitig zu treffen, hätten wir die Tour sicher nicht zu Ende geführt!

Wir haben uns gut unterhalten und mit einem warmen Tee dann den Nachmittag mit Video schauen verbracht. Immer mal wieder hat’s geregnet und wir hofften, dass die Strasse dann noch fahrbar sein wird.

Tags darauf, die Strasse war kein Problem, sind wir in Loja, nicht weit nördlich mit einem abermals überhitzenden Duro konfrontiert. Dies macht er nun in regelmässigen Abständen in Ortschaften, nicht nach steilen Bergfahrten. Irgendetwas liegt da im Unbekannten. Wir versuchen mit einem neuen Deckel für das Expansionsgefäss Abhilfe zu schaffen. Dieser Deckel schliesst das System bis zu einem Überdruck von einem bar. Dann überläuft dieses Gefäss und wir müssen Kühlwasser nachfüllen…

Dies machen wir ein paar mal trotz des neuen Deckels. Also beschliessen wir, früher als geplant, nach Cuenca zu fahren. Wir treffen dabei auch auf MAN KAT aus Irland und fahren hintereinander her.
Es scheint alles irgendwie in Ordnung, und doch nicht okay. Einen Tag früher als verabredet sind wir gemeinsam beim Camping. Die Fahrzeug kurz abgestellt um nach der Einfahrt zu schauen, dann die Überraschung! Unser Duro startet mit einer grossen weissen Wolke aus dem Auspuff und bringt uns gerade noch auf den Platz!

Da sind wir nun seit gut drei Wochen! JA richtig gelesen:-) Wir haben die mitgebrachten Handbücher studiert und uns mit einer Werkstätte in der Schweiz besprochen. Eine kurze Testfahrt noch und dann die Demontage des Kühlsystems am Motor. Es gibt im Kühlwasser einen Überdruck, der sich durch schäumendes Wasser im Zylinderkopf des ersten Zylinders zeigt.

Da habe ich, Simon mir aber ein schönes Projekt angelacht. Zum Glück sind wir in einer normal grossen, gut ausgestatteten Ortschaft, der Camping hat alle wichtigen Dienste anzubieten und ein paar Spezialwerkzeuge können endlich mal benutzt werden. Bald ist das Ausmass der Herausforderung bekannt. Auch sind die Lieferfristen der nötigen Teile aus der Schweiz bald geklärt.

Wir geniessen also vorerst mal das NICHT-REISEN und machen quasi auch Ferien vom Reisen. Die Teile können zum Glück in der Schweiz etwas beschleunigt werden und wir beschliessen, dass Angelika diese auf einer kurzen Reise in die Schweiz persönlich abholen wird.
Das hält die Kosten im gleichen Bereich, jedoch beschleunigt es das Ankommen um mehrere Tage.

Wir geniessen eine tolle Zeit mit Claire und Jan aus Irland, treffen weitere Reisende auf dem Campingplatz und besuchen die Stadt und Einkaufsmöglichkeiten in Cuenca.
Bald wissen wir auch wo die Post ist und ein Kurierdienst sein Büro hat. Der Flughafen wird vor dem Flug auch mal kurz besucht und Angelika reist vor einer Woche gut zurück in die Schweiz. Ein paar Dinge von unserer Reise nimmt sie gleich mal in die Schweiz und kommt dann hoffentlich schwer beladen bald zurück.

Ich, Simon, lasse mir die Zeit mit der Bestellung eines Spannwerkzeuges bei einem Mechaniker vergehen und demontiere weitere Teile am Motor. Nun sind Ölwanne und Kolben demontiert, die Teile für den späteren Einbau gereinigt und alles klar für die weiteren Schritte.

Angelika hatte ein kurzweilige Woche in der Schweiz. Sie hat sehr viel organisiert und auch noch Familie und Freunde treffen können! Schwer bepackt hat sie dann die Reise zurück zum Duro, mit einem Flug über Spanien, in Angriff genommen. Die Reise war, bis auf etwas Verzögerung bei der Gepäckentgegennahme in Quito, soweit in Ordnung.

Durch das späte eintreffen der Koffern und guter Vehandlungsgeschicke mit den Zollbehörden sind die Ersatzteile auch, wie unser Fahrzeug, als temporärer Import in Ecuador.

Überglücklich haben wir uns zwei in Cuenca wieder getroffen! Tags darauf konnte ich, sogleich mit der Demontage der Zylinderlaufbüchsen beginnen. Dazu hat Angelika von der Duro Owner Group ein schweres Spezialwerkzeug mitgebracht. Zum Glück, denn damit war der Ausbau und ein neu abgedichteter Einbau mühelos vollbracht.

Alle weiteren Teile und Arbeitsschritte konnten zügig montiert und erledigt werden.
Die Vorbereitung und Kontrolle der Teile in der Schweiz druch die Firma Graf-DAF war eine grosse Hilfe!
So wurden die Teile montiert, vieles musste ausgerichtet und nachgezogen und auf Dichtheit überprüft werden.
Der erste Testlauf war dann mit kleinen Lecks an einer Ölleitung und an einem Kühlwasserverteiler erfolgreich!:-)

Die Neue Zylinderkopfdichtung musste nach einem zwanzig Minuten Testlauf nochmals nachgezogen werden.
Nun stand eigentlich der ersten Testfahrt nichts mehr im Wege! Nach vier Wochen sind wir, leider bis auf kleine elektronische Problemchen, wieder mit eigenem Motor unterwegs!

Nach weiteren Tests und Messungen im elektronischen Bereich des Motors (jetzt knattert er halt immer noch ein wenig wie ein Steinbrecher) können wir unsere Reise nach Costa Rica bis mitte November fortfahren!

Wir sind etwas aufgeregt wie wir voran kommen werden! Haben hier auf dem Camping weitere Reisende getroffen und alte Bekannte aus Cusco, Ruth und Jürgen, haben uns bei der Montage des Motors unterstützt.

Allen Beteiligten, die zum guten Gelingen dieses etwas spezielleren Projektes beigetragen haben, möchten wir unseren grössten Danke aussprechen! Ohne diese grossartige Unterstützung von zuhause aus, sei es mit Rat und Tat am Telefon oder Spezialfahrten für Werkzeuge und Verpackungen, wären wir noch nicht wieder unterwegs auf der PANAMERICANA!

Wir freuen uns riesig auf die Weiterfahrt Richtung Norden! Weitere Abenteuer und Erlebnisse werden wir gerne auf uns zukommen lassen!

Lieben Gruss aus dem "gründlich" besuchten Cuenca in Ecuador.
Duro mit kurierter Grippe, Angelika und Simon